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DJ tinitussi und VJ sixt sense, die zusammen das Projekt MUSE.ic bilden,haben ein besonderes Interesse am Prinzip der Kunstwerke inspirierenden Frauoder auch des inspirierenden Mannes. Dabei zeigt sich das Thema "Musen" als wesentlich tiefgreifender, als man zunaechst meinen moechte.
Es geht beileibe nicht nur um entbloesssste Damen oder Herren, fuer einen Akt auf dem Sofa drapiert, wo sie nach dem kreativen Prozess vom Kuenstler auch noch vernascht werden. Es geht vielmehr um Liebe und Sehnsucht, um Leben und Tod, Hingabe und Selbstaufgabe. Um grosse Kuenstler und deren Werke, die durch die Anwesenheit fuer sie notwendiger, inspirierender Menschen ueberhaupt erst entstehen konnten.

Ist die Muse demzufolge also eher die Leinwand oder das Licht, das darauf faellt? Ist sie das Gefaess fuer die kuenstlerische Idee oder ist sie der Inhalt selbst? Gibt sie sich hin oder gibt sie sich auf? Werden ihre kreativen Kraefte genutzt oder wird sie selbst benutzt?

Die Wahrheit ist - wie immer - dazwischen zu finden: Die Muse existiert in einem Spannungsfeld zwischen externer Inspirationsquelle fuer den Kuenstler und integralem Bestandteil des Werkes selbst. Dieses sich gegenseitige Bedingen und Durchdringen uebertraegt VJ sixt sense auf die Leinwand, in einem Grenzgang zwischen Film und Bild.

Den so entstandenen freien grafischen Kompositionen ueber grosse Musen der Kunstgeschichte gibt DJ tinitussi ein musikalisches Gesicht. Lieder von Opfern und Liebenden, von Anerkennung und Schmerz, Leidenschaft und Leiden schmiegen sich an die vielschichtigen Bildsequenzen von sixt sense und geben der bildlichen Dramaturgie eine zusaetzliche Bedeutungs- und Erlebnis-Komponente.